Der Router allein macht noch kein gutes Heimnetz. Sobald mehrere Geräte im selben Raum stehen, mehrere Etagen versorgt werden sollen oder zentraler Speicher gefragt ist, braucht es weitere Komponenten. Die gute Nachricht ist, dass diese meist günstig sind und sich mit überschaubarem Aufwand einbinden lassen.
Die Kategorie deckt die wichtigsten Bausteine ab. Netzwerk-Switches vervielfachen einen Kabelanschluss und versorgen mehrere Geräte am selben Ort, etwa Fernseher, Konsole und Receiver im Wohnzimmer. Netzwerkkabel verbinden alles miteinander, in verschiedenen Kategorien und Längen. Netzwerkkarten rüsten Rechner mit schnelleren oder zusätzlichen Anschlüssen aus, per Kabel oder WLAN. Powerline-Adapter übertragen Daten über die Stromleitung und überbrücken Etagen, wo kein Netzwerkkabel liegt. NAS-Gehäuse bieten zentralen Speicher für Sicherungen, Medien und gemeinsame Dateien. Printserver machen einen USB-Drucker im ganzen Netzwerk verfügbar.
Bei der Auswahl helfen ein paar Hinweise. Bei Switches reicht für die meisten Haushalte ein einfaches Gigabit-Modell, das ohne Konfiguration funktioniert. Netzwerkkabel der Kategorie Cat 6 sind für Gigabit-Verbindungen mehr als ausreichend, höhere Kategorien lohnen nur bei 10-Gigabit-Netzen. Powerline-Adapter erreichen selten die beworbenen Werte, weil die Hausinstallation begrenzt, und sollten direkt in die Wandsteckdose statt in eine Leiste gesteckt werden. Bei NAS-Gehäusen sind die Anzahl der Laufwerksschächte und die unterstützten Sicherungskonzepte entscheidend.
Preislich sind Kabel und einfache Switches sehr günstig, Powerline-Sets und Netzwerkkarten liegen darüber, und NAS-Systeme bilden das obere Ende.
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Ein Switch vervielfacht einen einzelnen Netzwerkanschluss, sodass mehrere Geräte am selben Ort per Kabel angebunden werden können. Das ist typisch im Wohnzimmer, wo Fernseher, Konsole, Receiver und Streaming-Box gemeinsam einen Anschluss teilen sollen. Anders als ein Repeater teilt ein Switch die Bandbreite nicht spürbar, weil er Daten gezielt weiterleitet. Für den Hausgebrauch reicht ein einfaches Gigabit-Modell ohne Konfiguration völlig aus.
Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt stark von der Hausinstallation ab und liegt meist deutlich unter den beworbenen Werten, oft bei einem Viertel bis der Hälfte. Alte Leitungen, mehrere Sicherungskreise und Störquellen wie Netzteile beeinträchtigen die Übertragung erheblich. Stecke die Adapter immer direkt in die Wandsteckdose und niemals in eine Steckdosenleiste. Als Überbrückung zwischen Etagen ist Powerline dennoch oft besser als schwaches WLAN.
Für Gigabit-Verbindungen, die im Haushalt der Standard sind, reicht Cat 5e technisch aus, Cat 6 ist heute üblich und kostet kaum mehr. Cat 6a und Cat 7 sind für 10-Gigabit-Netze gedacht, die in Privathaushalten selten vorkommen. Höhere Kategorien bringen ohne entsprechende Hardware keinen Vorteil, sind aber steifer und schwerer zu verlegen. Wichtiger als die Kategorie ist eine ordentliche Verarbeitung der Stecker.
Ein Netzwerkspeicher stellt Dateien zentral für alle Geräte im Haushalt bereit und dient als Ziel für automatische Sicherungen von Rechnern und Handys. Viele Modelle bieten zusätzlich Medienserver, Fotoverwaltung und Zugriff von unterwegs. Mit mehreren Laufwerken lässt sich ein Verbund einrichten, der den Ausfall einer Platte verkraftet, was allerdings kein Ersatz für eine externe Sicherung ist. Für Haushalte mit vielen Fotos, Videos und mehreren Rechnern ist es eine sehr sinnvolle Anschaffung.