Früher hatte jedes Gerät sein eigenes Netzteil mit eigenem Stecker, und die Schublade quoll über. USB-C hat das grundlegend verändert, denn ein einziges leistungsfähiges Ladegerät versorgt inzwischen Handy, Tablet, Kopfhörer und sogar das Notebook. Wer einmal auf ein gutes Mehrfachladegerät umgestellt hat, reduziert den Kabelsalat auf Reisen und am Nachttisch erheblich.
Die Bauformen decken verschiedene Situationen ab. Kompakte Einzelladegeräte sind günstig und passen in jede Tasche. Mehrfachladegeräte mit zwei bis vier Anschlüssen versorgen mehrere Geräte gleichzeitig und verteilen die Leistung dynamisch. Reiseadapter kombinieren Ladefunktion mit Steckdosenadaptern für andere Länder. Kfz-Ladegeräte versorgen Geräte im Auto. Induktive Ladeflächen laden ohne Kabel, wenn auch langsamer. Notebook-Netzteile mit hoher Leistung ersetzen das oft klobige Originalnetzteil durch ein kompakteres Modell auf Basis moderner Halbleitertechnik.
Bei der Auswahl sind einige Werte wichtig. Die Gesamtleistung in Watt bestimmt, wie viele Geräte gleichzeitig schnell laden. Achte darauf, wie sich die Leistung bei mehreren belegten Anschlüssen aufteilt, denn oft sinkt sie deutlich. Power Delivery ist der offene Standard für schnelles Laden über USB-C und wird von den meisten Geräten unterstützt. Geräte auf Basis von Galliumnitrid sind bei gleicher Leistung deutlich kleiner und effizienter. Ein Sicherheitszeichen und eine seriöse Herkunft sind bei Netzteilen besonders wichtig.
Preislich sind einfache Ladegeräte sehr günstig, leistungsfähige Mehrfachmodelle liegen im Mittelfeld, und kompakte Hochleistungsnetzteile bilden das obere Ende.
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Nein, denn bei modernen Standards handeln Gerät und Netzteil die Leistung untereinander aus, und das Gerät zieht nur so viel, wie es verträgt. Ein 100-Watt-Netzteil lädt ein Handy also völlig gefahrlos, nur eben nicht schneller als dessen Maximum. Problematisch sind dagegen sehr billige Netzteile ohne Sicherheitszertifizierung, die keine saubere Spannungsregelung bieten. Achte auf ein CE-Zeichen und einen nachvollziehbaren Hersteller.
Power Delivery ist der offene Schnellladestandard über USB-C, bei dem Gerät und Netzteil Spannung und Stromstärke aushandeln, um die optimale Ladeleistung zu erreichen. Gängige Leistungsstufen reichen von 18 über 65 bis 240 Watt, wodurch auch Notebooks über denselben Anschluss geladen werden können. Der Standard ist herstellerübergreifend, sodass ein Netzteil viele Geräte bedient. Einige Hersteller nutzen zusätzlich eigene Schnellladeverfahren, die nur mit ihren Netzteilen funktionieren.
Galliumnitrid ist ein Halbleitermaterial, das höhere Schaltfrequenzen und geringere Verlustwärme ermöglicht als klassisches Silizium. Dadurch werden Netzteile bei gleicher Leistung deutlich kleiner, leichter und effizienter. Ein 65-Watt-GaN-Ladegerät ist oft kaum größer als ein herkömmliches 20-Watt-Modell. Für Reisen ist das ein spürbarer Vorteil, der den moderaten Aufpreis meist rechtfertigt.
Moderne Geräte beenden den Ladevorgang bei voller Kapazität und schalten auf Erhaltungsbetrieb um, sodass kein Überladen stattfindet. Dennoch belastet ein dauerhaft hoher Ladestand Lithium-Akkus stärker als ein Bereich zwischen etwa 20 und 80 Prozent. Viele Geräte bieten inzwischen optimiertes Laden, das die letzten Prozent erst kurz vor dem Aufstehen ergänzt. Größerer Feind als der Ladestand ist ohnehin Hitze, weshalb du beim Laden dicke Hüllen abnehmen solltest.