Der Akku hält bei den meisten Menschen einen Tag, und genau das reicht oft nicht. Ein langer Reisetag, ein Festival, ein Ausflug mit viel Navigation und Fotos, und schon steht man mit zehn Prozent da. Eine Powerbank löst dieses Problem für vergleichsweise wenig Geld und ist inzwischen so kompakt geworden, dass sie in jede Tasche passt.
Die Größen richten sich nach dem Einsatz. Kompakte Modelle um 5.000 Milliamperestunden liefern etwa eine Handyladung und passen in die Hosentasche. Mittlere Powerbanks mit 10.000 bis 20.000 bieten zwei bis vier Ladungen und sind der Allrounder für Reisen. Große Modelle ab 25.000 versorgen zusätzlich Tablets und Notebooks über USB-C mit Power Delivery. Powerstations mit deutlich höherer Kapazität und Steckdosenausgang sind für Camping und Stromausfälle gedacht. Dazu kommen Modelle mit Solarpanel, mit integriertem Kabel oder mit induktiver Ladefläche.
Bei der Auswahl helfen einige Punkte. Die angegebene Kapazität bezieht sich auf die Zellspannung, weshalb real etwa 60 bis 70 Prozent beim Endgerät ankommen. Die Ausgangsleistung entscheidet, wie schnell geladen wird und ob ein Notebook versorgt werden kann. Achte darauf, dass die Powerbank selbst schnell wieder aufladbar ist, sonst dauert das Nachladen sehr lange. Für Flugreisen gilt eine Obergrenze von meist 100 Wattstunden im Handgepäck, was etwa 27.000 Milliamperestunden entspricht.
Preislich sind kleine Modelle sehr günstig, leistungsfähige Powerbanks mit Power Delivery liegen im Mittelfeld, und große Kapazitäten sowie Powerstations bilden das obere Ende.
Vergleiche das Angebot und die Preise und geh nicht mehr mit leerem Akku aus dem Haus.
Die angegebene Kapazität bezieht sich auf die Zellspannung von 3,7 Volt, während die Ausgabe auf 5 Volt oder mehr hochgewandelt wird, wobei Energie als Wärme verloren geht. Real kommen deshalb nur etwa 60 bis 70 Prozent der Nennkapazität beim Endgerät an. Aus 10.000 Milliamperestunden werden also grob 6.000 bis 7.000 nutzbare. Bei einem Handy mit 4.500 Milliamperestunden Akku sind das rund anderthalb Ladungen.
Powerbanks müssen ins Handgepäck und dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden, weil Lithium-Akkus im Frachtraum ein Brandrisiko darstellen. Die übliche Obergrenze liegt bei 100 Wattstunden, was etwa 27.000 Milliamperestunden bei 3,7 Volt entspricht. Größere Modelle bis 160 Wattstunden benötigen eine Genehmigung der Airline. Die Kapazität sollte auf dem Gehäuse aufgedruckt sein, sonst kann die Mitnahme verweigert werden.
Ja, sofern die Powerbank einen USB-C-Ausgang mit Power Delivery und ausreichender Leistung bietet, meist mindestens 45 und besser 65 Watt. Das Notebook muss zudem über USB-C ladbar sein, was bei vielen Ultrabooks der Fall ist, bei Gaming-Notebooks meist nicht. Rechne damit, dass eine 20.000er Powerbank etwa eine halbe bis dreiviertel Notebookladung liefert. Für längere Arbeitstage unterwegs ist das eine sehr praktische Ergänzung.
Lagere sie nicht dauerhaft vollständig geladen oder komplett leer, sondern bei längerer Nichtnutzung etwa halbvoll und lade alle paar Monate nach. Vermeide große Hitze, also kein Liegenlassen im Auto oder in direkter Sonne. Eine vollständig tiefentladene Powerbank lässt sich manchmal nicht mehr aktivieren, weil die Schutzelektronik abschaltet. Bei sichtbarer Aufblähung des Gehäuses solltest du sie sofort und fachgerecht entsorgen.