Wer schon einmal während eines Vortrags ständig zum Notebook zurückgehen musste, um die nächste Folie zu klicken, kennt das Problem. Der Redefluss bricht, der Blickkontakt geht verloren, und die Aufmerksamkeit wandert. Ein Präsenter löst das mit einem winzigen Gerät in der Hand, das per Funk die Folien steuert und dir erlaubt, dich frei im Raum zu bewegen.
Das Angebot ist überschaubar und funktional. Einfache Modelle bieten Vor- und Zurücktasten sowie einen kleinen USB-Empfänger, der im Gerät verstaut wird. Bessere Modelle ergänzen einen Laserpointer, eine Taste zum Schwarzschalten des Bildschirms und eine Starttaste für die Präsentation. Modelle mit Vibrationsalarm erinnern dich diskret an die verbleibende Redezeit. Präsenter mit digitalem Zeiger blenden statt eines Laserpunkts eine Markierung direkt im Bild ein, was auf jeder Projektionsfläche und in Videokonferenzen funktioniert. Manche Geräte bieten zusätzlich Mausfunktion und Lautstärkeregelung.
Bei der Auswahl sind einige Punkte relevant. Die Funkreichweite sollte mindestens fünfzehn bis zwanzig Meter betragen, damit du auch im großen Saal frei stehen kannst. Prüfe, ob der Empfänger USB-A oder USB-C nutzt und ob er zu deinem Notebook passt, denn moderne Geräte haben oft nur noch USB-C. Achte auf die Stromversorgung, denn Batteriebetrieb ist im Notfall schneller behoben als ein leerer fest verbauter Akku. Die Tasten sollten sich blind unterscheiden lassen.
Preislich sind Präsenter durchweg günstig, wobei Modelle mit Vibrationsalarm, Display oder digitalem Zeiger etwas darüber liegen.
Vergleiche das Angebot und die Preise und halte deinen nächsten Vortrag ohne Unterbrechung.
Die meisten Präsenter melden sich am Rechner als Tastatur an und senden schlicht die Tasten für Bild vor und zurück, weshalb sie mit praktisch jeder Präsentationssoftware funktionieren. Das gilt für PowerPoint, Keynote, Google Präsentationen und auch für PDF-Betrachter im Vollbildmodus. Spezielle Zusatzfunktionen wie Schwarzblende oder Timer sind teils softwareabhängig. Ein Treiber ist in der Regel nicht nötig.
Ein Laserpointer funktioniert nur auf reflektierenden Flächen und ist auf LED-Bildschirmen sowie in Videokonferenzen unsichtbar, weil er physisch auf die Fläche zeigt. Digitale Zeiger blenden eine Markierung direkt im Bildsignal ein und sind damit auf jedem Display und in jeder Übertragung sichtbar. Für Vorträge, die auch gestreamt werden, ist der digitale Zeiger klar überlegen. Bei klassischer Beamerprojektion tut der Laser weiterhin gute Dienste.
Übliche Modelle erreichen zwischen zehn und dreißig Metern, was für die meisten Räume ausreicht. Wände, Menschenmengen und dein eigener Körper zwischen Gerät und Empfänger dämpfen das Signal. Wenn der Empfänger an der Rückseite eines Notebooks steckt, das noch dazu unter dem Tisch steht, sinkt die Reichweite spürbar. Ein kurzes USB-Verlängerungskabel für den Empfänger löst solche Probleme zuverlässig.
Prüfe zuerst, ob der Empfänger fest eingesteckt und der Präsenter eingeschaltet ist, denn viele Geräte haben einen Schiebeschalter, der versehentlich in der Tasche umgelegt wird. Ein Batteriewechsel behebt einen großen Teil der Probleme, weshalb Ersatzbatterien in die Tasche gehören. Klicke vor dem Vortrag einmal in die Präsentation, damit das Fenster den Fokus hat, sonst gehen die Tastenbefehle ins Leere. Teste die Verbindung immer vor dem Publikum, nicht davor.